Herforder Kleinbahnen: Fahrzeuge


Die Fahrzeuge der Herforder Kleinbahnen wurden bis 1934 gemeinsam mit den Bielefelder Kleinbahnen angeschafft, danach führte der elektrische Betrieb zu bemerkenswerten Fahrzeugbeschaffungen.

HK: Dampflokomotiven

Die Herforder Kleinbahnen beschafften alle Dampflokomotiven gemeinsam mit den Bielefelder Kreisbahnen. Auf die ersten Loks aus dem Hause Hagans (Erfurt) folgten zwei Loktypen, die die Lokomotivfabrik Borsig (Berlin) lieferte.

HK: Diesellokomotiven

Die ersten Diesellokomotiven wurden für die Rangierarbeiten im Herforder Kleinbahnhof angeschafft. In den Jahren 1951 - 1959 folgten schmalspurige Dieselloks, mit denen die Dampfloks im Güterverkehr abgelöst wurden.

HK: Triebwagen

Für den elektrischen Betrieb wurden ab 1930 Triebwagen angeschafft, die aus gängigen Strassenbahnfahrzeugen abgeleitet waren.

HK: Beiwagen für elektrischer Betrieb

Für den elektrischen Betrieb wurden zunächst nur vier kleine Beiwagen angeschafft. Der stark wachsende Personenverkehr machte dann Umbauten und Gebrauchtkäufe erforderlich. Insgesammt standen 14 Beiwagen im Einsatz.

HK: Personenwagen

Der Personenverkehr der Herforder Kleinbahnen wurde den "klassischen" vierachsigen Weyer-Wagen eröffnet. Ähnliche Wagen liefen auch bei den Mindener Kreisbahnen und Bielefelder Kreisbahnen.

HK: Packwagen

Für den Gepäck- und Postverkehr wurden kleine zweiachsige Packwagen in Dienst gestellt, die bei Bedarf durch ähnliche Güterwagen verstärkt werden konnten.

HK: Güterwagen

Der Güterwagenpark der Herforder Kleinbahnen umfasste offene und geschlossene Güterwagen verschiedener Bauarten, dazu kamen Drehschemelwagen für den Transport von Holzstämmen. Eine Besonderheit war der Privatwagen der Brauerei Felsenkeller in Herford.

HK: Rollböcke

Im Herforder Kleinbahnhof gab es zwei Rollbockgruben für das Umladen von Regelspurwagen auf Rollböcke. Dafür standen bei den herforder Kleinbahnen über 70 Rollböcke in Betrieb. Die Margarinefabrik Meyer in Lippinghausen und das Städtische Gaswerk in Herford beschafften eigene Rollböcke, die in den Wagenpark der Herforder Kleinbahnen eingereiht wurden.

Der gemeinsame
Nummerierungsplan
der Bielefelder Kreisbahnen und der Herforder Kleinbahnen
Bis 1934 gab es zwischen den Herforder Kleinbahnen und den Bielefelder Kreisbahnen eine Betriebsgemeinschaft. Zwischen beiden Bahnen wurden Fahrzeuge bei Bedarf getauscht. Im Güterverkehr wurden die Wagen auf beiden Streckennetzen eingesetzt. Um Verwechselungen auszuschliessen, gab es einen gemeinsamen Nummerierungsplan.


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