|
1863 Bahnbetrieb: Anschlussgleis (1435 mm) seit 1901 Zurück zur Übersicht Werkbahnen |
Im Süden von Brackwede gibt es seit 1863 ein Werk für die Herstellung von Rohren, das nach dem Bau der Bahnstrecke Bielefeld - Paderborn 1901 am Bahnhof Brackwede Süd an das Eisenbahnnetz angeschlossen wurde.
Firmengeschichte: Die Werksanlagen liegen parallel zum ehemaligen Haltepunkt Brackwede-Süd. An diesem Standort gab es seit 1863 Betriebe, in denen Präzisionsrohre hergestellt wurden. Die “Stahlröhren-Farbik Wrede & Co.” wurde 1898 von den “Vereinigte Kammerich’sche Werke AG” in Bielefeld erworben und deutlich ausgebaut. In den folgenden Jahren wurde das Werk zunächst saniert und erweitert. Ab 1916 erfolgte der Neubau eines großen Röhrenwerkes. |
![]() |
Der im Volksmund „Kammerich-Werke“ genannte Betrieb wechselte in den nächsten Jahrzehnten mehrfach die Produktpalette: Gefertigt wurden Röhren und sonstige Walzwerkerzeugnisse sowie Blech-, Preß-, Stanz- und Ziehteilen aus Metall. Starke Veränderungen gab es bei den Besitzverhältnissen. Bekannt sind folgende Firmierungen des Werkes:
1898: „Vereinigte Kammerich’sche Werke AG”
1911: „Vereinigte Kammerich’ und Belter & Schneevogl’sche Werke AG”
1919: „Kammerich Werke AG“ (seit 1926 Aktienmehrheit bei den Hahnschen Werke AG, Berlin. Nach Arisierung 1938 im Besitz der Mannesmann-Gruppe)
1970: „Mannesmann-Röhrenwerke AG”
1993: „Mannesmann Hoesch Präzisrohr GmbH”
1998: „Mannesmann Präzisrohr GmbH”
2000: „Salzgitter Mannesmann Precision GmbH”
2017: „Mannesmann Precision Tubes GmbH”
Bahnbetrieb: Die erste bekannte Werklok wurde im Jahr 1955 angeschafft. Zeitweise standen in Brackwede zwei Lokomotiven im Einsatz. Vor der Abgabe der letzten Lok an die Bielefelder Eisenbahnfreunde im Jahr 2023 wurde ein Rangiergerät der Firma Zwiehoff angeschafft.





